Der EEBus
Der EEBus beschreibt die Nutzung bestehender Kommunikationsstandards, -normen und Produkte mit dem Ziel, Energieversorgern und Haushalten den Austausch von Anwendungen und Diensten zur Erhöhung der Energieeffizienz zu ermöglichen. Er bildet die Schnittstelle zwischen hausinterner Kommunikation und dem Datenaustausch mit dem Energieversorger. Seine hohe Akzeptanz in der Industrie, seine Skalierbarkeit und Modularität ermöglicht die Systemverschmelzung der Komponente Energieeffizienz mit den Bereichen Home Entertainment und Home Automation auf Basis des EEBus.
Energiemanagement unsere Aufgabe!
Der Einsatz für Energiemanagementfunktionen erfordert standardisierte Beschreibungen u.a. für Preisinformationen, Messdaten oder auch Geräteklassifizierungen, die angeben, in welcher Weise ein Endgerät am häuslichen Energiemanagement teilnehmen kann. Fehlende Funktionsbeschreibungen zum Energiemanagement werden in den entsprechend integrierten Standards durch den EEBus ergänzt. Diese Erweiterungen werden in Abstimmung mit den jeweiligen Standardisierungsorganisationen (bspw. KNX Association) ausgearbeitet. Sie sollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt offizielle Bestandteile dieser Standards werden bzw. in die zugehörigen Normen einfließen.
EEBus - von anderen beschrieben!
Sehr verehrte Leser,
von vielen wird momentan im Bereich von Smart Grid der Mangel an Standards angemahnt. In den letzten Monaten hat sich bei allen Beteiligten das Bewusstsein geschärft, dass wir die hoch-komplexen Stromnetze der Zukunft nur dann vollumfänglich beherrschen können, wenn die Schnittstellen durch Normen klipp und klar definiert sind. Wie sonst soll man völlig unterschiedliche Märkte miteinander vernetzen – angefangen beim Kraftwerksbau mit einem durchschnittlichen Strategiehorizont von Jahrzehnten bis hin zu Smart Devices wie z.B. Smart Phones, die oft bereits nach einem Produktzyklus von 15 Monaten als veraltet gelten?
Als wir die Deutsche Normungs- Roadmap zum Thema Smart Grid aufgesetzten, bin ich zum ersten Mal dem EEBus begegnet. Mein erster Gedanke damals: „EEBus = neuer Feldbus" war natürlich völlig falsch. Gottseidank hatte ich mich gleich dreifach getäuscht:
- Der EEBus ist kein Bus, sondern vielmehr ein Vernetzungskonzept. Er vernetzt die Energiewirtschaft mit intelligenten Abnehmern und verwendet hierfür unterschiedlichste Technologien.
- Der EEBus kümmert sich um einheitliche Spielregeln, wie zukünftig z. B. durch Protokollerweiterungen die Ausbalancierung von Energieerzeugung und -verbrauch vonstattengehen muss.
- Der EEBus setzt auf die Normung – allerdings nicht als eigener, neuer Standard. Vielmehr ist er Ausdruck einer Zusammenführung bereits existierender Standards in ein einheitliches technologisches Konzept. Dort wo Handlungsbedarf besteht, arbeitet der EEBus an deren Erstellung oder Erweiterungen aktiv mit!
Ich freue mich, wenn Deutschland seine führende Rolle im Energiewesen – nicht zuletzt durch offene, auf Standards beruhende Konzepte wie den EEBus – auch in Zukunft schneller ausbauen kann. Die DKE wird solche Vorhaben zum Wohle unseres Wirtschaftsstandortes immer unterstützen! Glücklicherweise bedarf es hierzu keines neuen „Busses".
Ihr
Dr. Bernhard Thies
Sprecher der Geschäftsführung DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE e.V. sowie Mitglied im CENELEC-Verwaltungsrat, Brüssel
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EEBus: Sein Ursprung
EEBus: Seine Ansatzpunkte
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